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Weihnachtsbrief 2017

Kerze

Vier Kerzen brannten.
Es war ganz still. Die erste seufzte und sagte:
“Ich heiße Frieden. Mein Licht leuchtet, aber die Menschen halten keinen Frieden - sie wollen mich nicht. ”
Ihr Licht wurde kleiner und erlosch schließlich ganz.

kerze

Die zweite Kerze flackerte und sagte: “Ich heiße Glauben. Aber ich bin überflüssig. Die Menschen wollen von Gott nichts mehr wissen. Es hat keinen Sinn mehr, dass ich brenne.”
Ein Luftzug wehte durch den Raum und die zweite Kerze war aus.

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Leise und sehr traurig sprach nun die dritte: ”Ich heiße Liebe. Ich habe keine Kraft mehr zu brennen. Die Menschen stellen mich an die Seite. Sie sehen nur sich selbst und nicht die anderen, die sie liebhaben sollen.”
Sie flackerte kurz auf und erlosch.

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Da kam ein Kind ins Zimmer. Es schaute die Kerzen an und sagte: “Aber ihr sollt doch brennen und nicht aus sein!” Fast fing es an zu weinen.
Nun meldete sich die vierte Kerze zu Wort: „Hab keine Angst! Solange ich brenne,
können wir auch die anderen Kerzen wieder anzünden.
Ich heiße Hoffnung.“

Verehrte Kundinnen und verehrte Kunden,
mit dieser kleinen Geschichte möchte ich dieses Jahr meinen Jahresrückblick beginnen. Ich glaube nicht, dass im Jahr 2017 alle drei Kerzen ausgegangen sind, aber sie flackern und die Hoffnung hat allerhand zu tun, sie am Brennen zu halten.

Auch wir haben dieses Jahr auf unserem Hof bei unserer Arbeit gelernt, in der Hoffnung zu leben. Ein Jahr lang gingen wir über unsere Obstwiesen und konnten so gut wie keine Äpfel finden. Im Oktober sagte mein Mann: „Jetzt ist es abzusehen, das Jahr 2017 geht zu Ende und ich freue mich auf das Frühjahr 2018 – die Blüten und die Hoffnung auf eine ausreichende Ernte.“

Nach über 20 Jahren haben wir so etwas noch nie erlebt, zumal auch andere Früchte, von denen wir wirtschaftlich nicht so abhängig sind, nur wenig oder gar keinen Ertrag brachten. Wir lernten neu das zu schätzen, was wir ernten konnten, dazu gehörten Rhabarber, Birnen, Johannisbeeren und Tafeltrauben.
Viel Freude haben wir dieses Jahr an unseren Mitarbeitern, die sich in ihrem Aufgabenbereich einbringen und mitdenken. Auch unsere Neuen haben sich gut eingelebt. Hier eine kurze Vorstellung

Die Landwirtschaft bekam neben Maike (FÖJ) und Benedikt (Azubi), die wir schon vorstellten, Unterstützung von Judith, die Ihre Ausbildung als Gärtnerin Fachrichtung Obstbau im Oktober begann. Johanna ist Fachkraft im Obstbau und bringt seit November Ihre Erfahrungen aus Südfrankreich ein. Felix hat seine Prüfung im Sommer mit Bravour bestanden und arbeitet seither teils im elterlichen Betrieb teils bei uns. Unser Packteam hat mit Frau Wien eine neue Stütze erhalten. Im Fahrerteam ist immer Bewegung. Dieses Jahr begrüßen wir Herrn Brenner als neuen Kollegen.

Zwei Veranstaltungen möchte ich erwähnen, die mir in diesem Jahr sehr viel Freude bereiteten:
- Kochen im Obstgarten wurde im Juni erstmal mit Skepsis betrachtet, doch es wurde ein unvergesslicher Abend, der in die Firmengeschichte eingehen wird.

- Unser Hoftag im September war ein weiteres Highlight und mein Dank geht vor allem an alle unsere Mitarbeiter, die beim Gelingen von Anfang bis Ende beteiligt waren. Danke auch an unsere Kolleginnen und Kollegen, die mit Ihrem Dasein das Fest durch Vielfalt bereicherten.
Hinzu kam unsere erste Abendveranstaltung, mit deren Musik der Tag einen harmonischen Ausklang für Gäste, Mitarbeiter und Chefs fand.

Unsere Weihnachtsspende geht dieses Jahr nach Lagos in Nigeria. Herr Coker kommt von dort und wohnt seit seiner Verrentung mit seiner Frau ab März im Zabergäu und ab Mitte November in Lagos. Dort bezahlen die beiden das Schulgeld für 28 Kinder. In Nigeria beträgt dies für 1 Jahr zwischen 60,- € und120,- €. 
Außerdem unterstützen wir das gemeinnützige Projekt “Altes Dekanat” in Brackenheim. Das „Alte Dekanat“ mit professioneller Café-Gastronomie und eigener Café-Rösterei  will benachteiligte, junge Menschen fit für den ersten Arbeitsmarkt in Gastronomie, Dienstleistung und Einzel- handel machen. Das Ziel ist, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer direkt nach dem Praktikum ein Ausbildungsverhältnis oder eine Anstellung erhalten und so in Bereichen des Arbeitsmarktes unterkommen, der z.Z. viel freies Potential bietet. 
Danken möchte ich auch Ihnen: Bei unserer Spendenaktion am Hoftag haben wir 300,- € gesammelt und diese an die Familienherberge 
Lebensweg überreicht. 
Viele haben ihre Prämie bei der “Kunden werben Kunden”-Aktion für die diakonische Jugendhilfe in Heilbronn gespendet. Dorthin haben wir
500,-€  überwiesen und somit ihre wertvolle Arbeit mit jugendlichen Flüchtlingen, die ohne Eltern hier sind, unterstützt.
DANKE an Sie ALLE, auch im Namen unserer Mitarbeiter, dass Sie mit Ihrem Einkauf unsere Arbeit unterstützen. Nur wenn Menschen wie Sie sagen und auch so handeln, dass es ihnen nicht egal ist, wie unsere Lebensmittel erzeugt werden und woher sie kommen, können wir von unserer Arbeit leben und kann der ökologische Landbau in der Region weiter wachsen.

Für die vor uns liegende Weihnachtszeit und die 364 Tage des neuen Jahres möchte ich mit einem Vers von Johann W. von Goethe enden:

Man soll alle Tage
wenigstens ein kleines Lied hören, 
ein gutes Gedicht lesen, ein treffliches Gemälde sehen und,
wenn es möglich zu machen wäre, 
einige vernünftige Worte sprechen.

In diesem Sinne grüßt Sie, in der Hoffnung, dass die 4 Kerzen weiterhin brennen und in die Welt strahlen,

Gabriele Winkler 

Wir liefern in Über 120 Orte rundum Heilbronn, Sinsheim und mosbach.

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